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Therapien
Krankengymnastik
Krankengymnastik kombiniert individuell abgestimmte passive Maßnahmen wie Massagen und Dehnübungen mit gezielten aktiven Bewegungsübungen unter fachlicher Anleitung. Ziel ist es, Funktionsstörungen und Fehlentwicklungen zu korrigieren, Heilungsprozesse zu fördern und das allgemeine Wohlbefinden zu steigern.
Einsatzgebiete:
- Orthopädie
- Chirurgie
- Neurologie
- Pädiatrie
- Innere Medizin (Herz, Lunge)
Manuelle Lymphdrainage
Die manuelle Lymphdrainage regt den Abtransport von Gewebsflüssigkeit (Lymphe) an und ist seit Jahrzehnten Basistherapie der Lymphologie. Sie wird durch Kompressionsbandagen oder -strümpfe sowie Hautpflege ergänzt. Für die Anwendung ist eine zertifizierte Zusatzausbildung erforderlich.
Mit speziellen, oberflächlichen Grifftechniken wird das Lymphsystem aktiviert, um die Pumpleistung der Lymphgefäße zu steigern.
Wirkung:
Entstauend, tonussenkend, schmerzlindernd und wohltuend.
Behandlungsspektrum:
- Primäre und sekundäre Lymphödeme
- Lipödeme
- Schwellungen nach Operationen/Verletzungen
- Schwellungen im Gesicht (z. B. Tränensäcke)
- Venenschwäche
- Migräne
- Arthrose
- Tinnitus
- Rheumatische Erkrankungen
- Begleitend bei bösartigen Erkrankungen
Propriozeptive-Neuromuskuläre-Fazilitation
PNF unterstützt Menschen mit gestörtem Bewegungsverhalten dabei, schmerzfreie, funktionelle Bewegungsmuster wiederzuerlangen. Die Technik erfordert eine zertifizierte Zusatzausbildung.
Mithilfe gezielter, dreidimensionaler Bewegungsmuster aktiviert Ihre Physiotherapeutin vorhandene motorische Potenziale. Ziel ist die Normalisierung der Muskelspannung, Förderung von Kraft, Ausdauer und Koordination sowie das Wiedererlangen motorischer Kontrolle.
PNF nutzt im Nervensystem gespeicherte Bewegungsmuster und ermöglicht durch Fazilitation auch die Aktivierung indirekt beteiligter Muskelgruppen – ein ganzheitliches Konzept zur Bewegungsförderung.
Behandlungsspektrum:
- Schlaganfall
- Querschnittslähmung
- Multiple Sklerose
- Morbus Parkinson
- Schädel-Hirn-Trauma
- Sportunfälle
- Erkrankungen des Bewegungsapparates, z. B.:
- nach Wirbelsäulen-OPs
- Hüft- und Knie-TEPs
- Morbus Bechterew
- degenerative Wirbelsäulen- und Gelenkerkrankungen
Schlingentisch / Extensionstherapie
Die Schlingentischtherapie ist eine gelenkschonende Behandlungsmethode, bei der betroffene Körperregionen mithilfe von Baumwollschlingen teilentlastet oder nahezu schwerelos gelagert werden. Die Schlingen sind an einem speziellen Gestell befestigt und ermöglichen gezielte, geführte Bewegungen – oft kombiniert mit leichtem, dosiertem Zug (Extension).
Diese Form der Therapie entlastet Wirbelsäule und Gelenke, lindert Schmerzen, verbessert das Bewegungsausmaß und fördert die Durchblutung.
Behandlungsspektrum:
- Bandscheibenproblemen
- Rückenschmerzen
- Kopfschmerzen
- Tinnitus
- Arthrosen
- Gelenk- oder Muskelbeschwerden
Die Therapie ist angenehm, entspannend und individuell dosierbar – ideal zur sanften Mobilisation.
Massage
Als eine der ältesten Heilmethoden wird die klassische Massage häufig begleitend zu anderen Therapien eingesetzt. Durch gezielte Grifftechniken fördert sie die Durchblutung und den Stoffwechsel, löst Muskelverspannungen, reguliert die Atmung und steigert das allgemeine Wohlbefinden.
Thermotherapie
Wärmetherapie entspannt verspannte Muskeln, fördert die Durchblutung und lindert Schmerzen – z. B. durch Wärmestrahler oder die „heiße Rolle“. Kältetherapie wirkt abschwellend und entzündungshemmend, meist mithilfe von Eispackungen oder Eissticks.